Was muss ich beachten, wenn ich ein Hotel oder Restaurant eröffnen will?
Am Anfang steht die Zielgruppe: Wen wollen wir ansprechen – und wen bewusst nicht? Die Zielgruppen werden nach Frequenz und Umsatz gewichtet, denn nicht jede Gästegruppe ist für den Betrieb gleich wichtig. Darauf baut das Angebot auf, und daraus entsteht die Flächenplanung. Erst dann wird gerechnet: Was muss jedes Departement erwirtschaften, damit sich das Projekt trägt? Geht die Rechnung nicht auf, werden Angebot und Flächen angepasst, bis sie stimmt. Aus diesem Ergebnis entsteht die Bestellgrundlage – und erst mit ihr geht es zum Architekten. Während der Planung vergleiche ich die Pläne laufend mit der Bestellgrundlage, damit das Projekt auf Kurs bleibt. Danach folgen Baubegleitung und Pre-Opening, bis der erste Gast eincheckt.
Brauche ich einen Businessplan, bevor ich mit dem Architekten spreche?
Ja. Bevor geplant wird, müssen Sie genau wissen, was Sie wollen. Dafür braucht es eine Bestellgrundlage, die festhält, was gebaut werden soll, und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die zeigt, dass es sich rechnet. Erst wenn beides vorliegt, geht es zum Architekten. So plant er von Anfang an das Richtige, und teure Korrekturen bleiben aus. Diese Unterlagen dienen auch für Gespräche mit Bank und Geldgebern.
Was ist eine Bestellgrundlage für Architekten?
Die Bestellgrundlage, auch Anforderungskatalog genannt, hält fest, was gebaut werden soll, bevor der Architekt zu planen beginnt. Sie beschreibt Zielgruppe, Angebot, Räume, Flächen und betriebliche Abläufe, also was jedes Departement braucht, damit der Betrieb im Alltag funktioniert und sich rechnet. Grundlage dafür ist die Wirtschaftlichkeitsberechnung. Während der Planung dient die Bestellgrundlage als Massstab: Die Pläne werden laufend damit verglichen, damit das Projekt auf Kurs bleibt. Bei Bedarf erstelle ich sie nach den Vorgaben von HotellerieSuisse.
Wie lange dauert es von der Idee bis zur Eröffnung eines Hotels?
Je nach Projekt rund zwei bis drei Jahre vom Start bis zur Eröffnung. Dazu gehören Zielgruppen- und Angebotsdefinition, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Bestellgrundlage, Planung, Bewilligungen, Bau und Pre-Opening. Je sorgfältiger die Grundlagen am Anfang erarbeitet werden, desto weniger Verzögerungen und Mehrkosten entstehen später.
Was kostet eine Machbarkeitsstudie für ein Hotel?
Eine Machbarkeitsstudie beginnt bei ca. CHF 6'000.– (exkl. MwSt.). Der genaue Aufwand hängt von Grösse und Komplexität des Projekts ab. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was es braucht, und Sie erhalten danach eine fundierte Offerte mit Kosten und Timeline.
Unterstützen Sie bei der Finanzierung eines Hotelprojekts?
Ja. Auf Basis von Benchmarkzahlen erstelle ich erste Ertragswertberechnungen und den Businessplan für Ihr Projekt. Damit unterstütze ich Sie anschliessend in den Gesprächen mit Bank, Investoren oder der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH).
Was ist ein Pre-Opening, und wann sollte es beginnen?
Das Pre-Opening ist die Phase vor der Eröffnung, in der aus einem Gebäude ein funktionierender Betrieb wird: Team rekrutieren und schulen, Abläufe und Standards festlegen, Systeme einrichten, Lieferanten auswählen und den Verkauf starten. Damit am ersten Tag alles läuft, sollte es frühzeitig beginnen – je nach Grösse des Betriebs mehrere Monate vor der Eröffnung.
Was ist der Unterschied zwischen Sparring und klassischem Gastro-Coaching?
Ein Coaching begleitet Sie oft vor allem methodisch. Als Sparringpartnerin bringe ich eigene Erfahrung als Hotelunternehmerin mit. Ich komme bei Ihnen vorbei und schaue mir das Daily Business an. Daraus entsteht ein Massnahmenplan mit SMART-Zielen, gewichtet nach dem, was am meisten bewirkt. Jeden Monat überprüfen wir gemeinsam, ob die Ziele erreicht wurden, und justieren wo nötig nach.
Wie kann ich Umsatz und Auslastung meines Hotels steigern?
Oft liegt das grösste Potenzial nicht in mehr Gästen, sondern in den richtigen Gästen zum richtigen Preis. Ansatzpunkte sind eine klare Preisstrategie (Revenue Management), die passende Verteilung auf die Vertriebskanäle, ein Angebot, das auf die wichtigsten Zielgruppen ausgerichtet ist, und effiziente Abläufe im Betrieb. Im Sparring analysiere ich Ihre Zahlen und Ihr Daily Business und erstelle einen gewichteten Massnahmenplan mit SMART-Zielen, den wir monatlich überprüfen.
Lohnt sich Revenue Management auch für kleine Hotels?
Ja. Gerade kleinere Betriebe verschenken oft Umsatz, weil die Preise über die Saison kaum angepasst werden. Revenue Management heisst nicht zwingend teure Software – es beginnt mit einer klaren Preisstrategie nach Saison, Nachfrage und Buchungsverhalten. Ich arbeite nach dem Prinzip «Hilfe zur Selbsthilfe»: Ihr Team lernt, die Preise selbst zu steuern, und auf Wunsch unterstütze ich bei der Auswahl eines passenden RMS.
Wie digitalisiere ich meinen Betrieb, und welche Systeme brauche ich?
Entscheidend ist eine durchgängige Systemarchitektur. Das PMS (Property-Management-System) bildet das Zentrum. Kassensystem (POS), Channel Manager, RMS (Revenue-Management-System) und CRM sind über Schnittstellen (APIs) in beide Richtungen damit verbunden. So werden Reservationen, Preise, Verfügbarkeiten, Umsätze und Gästeprofile automatisch und in Echtzeit abgeglichen, ohne manuelle Doppelerfassung. Welche Lösung passt, hängt von Grösse, Abläufen und bestehender Systemlandschaft ab. Ich berate neutral, ohne Provisionen von Anbietern: Anforderungen klären, Angebote vergleichen, das passende System auswählen und es mit Ihrem Team einführen. Und zur künstlichen Intelligenz: Was sich automatisieren lässt, soll automatisiert werden – das schafft Zeit für das Wesentliche. Ein Hotel lebt aber vom menschlichen Kontakt, in der Ferienhotellerie noch deutlich mehr als in der Stadthotellerie. Technik soll das Hotel-Team entlasten, nicht ersetzen.
Lohnt sich eine Beratung auch für kleine Hotels und Restaurants?
Ja. Gerade in kleineren Betrieben fehlt im Alltag oft die Zeit, einen Schritt zurückzutreten. Häufig reichen schon wenige Stunden, um Klarheit zu schaffen – etwa bei Preisen, Abläufen oder der Wahl eines Systems. Die Sparringpartnerschaft lässt sich flexibel dosieren, und auf Wunsch vereinbaren wir ein Kostendach.
Was kostet eine Beratung?
Das Erstgespräch (30 oder 60 Minuten) ist kostenlos und unverbindlich. Danach arbeite ich zu CHF 200.– pro Stunde, exkl. MwSt. und Reisespesen. Verrechnet werden nur effektiv geleistete Stunden, und auf Wunsch vereinbaren wir vorab ein Kostendach. Mitglieder von HotellerieSuisse profitieren zusätzlich vom Member Special: 2 Stunden Projekt-Check kostenlos.
In welchen Regionen sind Sie tätig?
In der ganzen Schweiz. Baubegleitungen übernehme ich in der ganzen Region Thunersee – von Thun bis Interlaken, an beiden Seeufern. Aus meiner Zeit als Unternehmerin in Zermatt kenne ich zudem das Wallis gut. Vieles, etwa Sparring oder Digitalstrategie, funktioniert auch bestens per Video.
Wie läuft eine Zusammenarbeit ab?
Wir starten mit einem kostenlosen Erstgespräch, in dem Sie mir Ihr Projekt oder Ihren Betrieb schildern. Danach erhalten Sie eine fundierte Offerte mit Vorgehen, Aufwand, Kosten und einer Timeline, die zeigt, was wann passiert. Auf Wunsch vereinbaren wir ein Kostendach. Während der Zusammenarbeit halten wir regelmässig fest, wo wir stehen, damit Sie jederzeit den Überblick behalten.